Seit 1957. In dritter Generation.
Von der Malerwerkstatt in der Schweiz zur Unternehmensgruppe in Niederbayern – mit Umwegen, Pausen und einem Neuanfang.
Die Stationen.
Yvonne-Margarita Kellenberger und ihr späterer Mann Theodor Wilhelm Orth gründen in der Schweiz eine kleine Malerwerkstatt – zunächst als Liebhaberei. Die Marke „Orth & Kellenberger“ entsteht. Bis 1961 hat Yvonne-Margarita vier Kinder.
Yvonne-Margarita beginnt, Kinderkleidung zu entwerfen – der Anfang von fast sechs Jahrzehnten Textil bei Orth & Kellenberger.
Der Firmensitz wechselt nach Deutschland, wo er bis heute ist. Yvonne-Margarita Kellenberger erweitert das Geschäft um Kunst, Mode und Handwerk.
Theodor Orth beginnt mit Möbeln und Polstermöbeln und fertigt die erste Ledertasche. Aus der Werkstatt wird ein Handwerksbetrieb mit mehreren Sparten.
Nach dem Tod der Gründerin ruht ein Teil des Betriebs – es fehlen qualifizierte Nachfolger.
Theodor Orth stirbt im März. Der Betrieb wird vollständig eingestellt; das Erbe geht an die nächste Generation.
Der Neuanfang der dritten Generation: Im Juni wird ein familiengeführter Beirat eingerichtet, Jedidjah Orth baut in der erweiterten Geschäftsleitung den Bereich Marketing auf.
Jedidjah Orth gründet im Juli orkenet („Orth & Kellenberger Networks“) für IT- und Web-Dienstleistungen – der Grundstein für den heutigen Bereich IT & Cloud. Im August entsteht die Modetochter Valéntin Moore für den internationalen Markt.
Im Januar wird Jedidjah Orth Inhaber von Orth & Kellenberger; orkenet wird eingegliedert und zur Cloud-Marke. Im Mai kommt die Chicagoer Marketing-Agentur Ten Grand LLC hinzu. Im Oktober endet die Textil-Ära: Die Marken Valéntin Moore und by Orth & Kellenberger werden eingestellt, Know-how und Patente gehen an das Startup HHROriginals. Das Kunstgeschäft läuft fortan unter der Marke KUNSTAGENTUR.
Im Juli wird aus dem Einzelunternehmen eine Kommanditgesellschaft mit Gesellschafterversammlung, Familienrat, Aufsichtsrat und Geschäftsleitung. Erstmals beteiligen sich Investoren; 85 Prozent bleiben bei der Familie. Jedidjah Orth führt die Geschäftsleitung, Mariam Orth wechselt aus dem Vorsitz des Familienrats in die Geschäftsleitung; den Aufsichtsrat führt Tobias Hitzenauer.
Im Oktober tagt in Falkenberg die erste Hauptversammlung in der neuen Struktur – Geschäftsleitung und Aufsichtsrat vertreten gemeinsam alle Gesellschafter.
Am 15. August gründet die Familie die gemeinnützige Orth & Kellenberger Organisation (Vereinsregister 13. September) – der soziale Arm der Gruppe.
Im Januar übernimmt Mariam Orth den Vorsitz der Geschäftsführung, Jedidjah Orth das operative Geschäft. Im März beschließen die Gesellschafter die neue Konzernarchitektur, im Dezember entsteht die Orth-Kellenberger Holding GmbH. Der Schwerpunkt verschiebt sich vom klassischen IT-Service zu Consulting & Training.
Zum 1. Januar übernimmt die neu gegründete Orth-Kellenberger Group KG das operative Geschäft; die Orth & Cie. KG wird Konzernmutter. Die Familie hält seither rund 90 Prozent; die InnWert GmbH ist mit 20 Prozent an der Group KG beteiligt. Das Jahr schließt mit dem abgeschlossenen Umbau und einem profitablen Ergebnis.
Im März starten die Admin Powerdays mit der SYNAXON Akademie – Trainings werden zur eigenen Marke orandke IT Trainings. Am 17. Oktober gründet die Familie den Orth-Kellenberger Familien- und Unternehmensverband e.V.
Zum 1. Januar übernimmt der Verband als Komplementär der Konzernmutter; ein Verwaltungsrat ersetzt die bisherigen Aufsichtsräte, die Holding geht vollständig auf die Orth & Cie. KG über. Drei Geschäftsbereiche, eine gemeinnützige Organisation, ein gemeinsames Erscheinungsbild.
„Wir haben nicht geerbt, was es gab – wir haben geerbt, wie es gemacht wurde.“
Jedidjah Orth, Geschäftsführer










